Was ist eine Berufsunfähigkeits­versicherung?


Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist so etwas wie der unsichtbare Schutzengel deiner finanziellen Zukunft – und den solltest du auf keinen Fall unterschätzen! 
Egal, ob du im Büro am Laptop tippst, als Handwerker:in mit schwerem Werkzeug arbeitest oder draußen in der Natur deine Brötchen verdienst: Berufsunfähigkeit kann jede:n treffen, und zwar schneller, als man denkt. 

 

Viele denken, dass man nur in gefährlichen Berufen berufsunfähig wird, aber hey – jede:r kann ausfallen. Rückenprobleme vom Sitzen, Burnout vom Dauerstress oder gesundheitliche Überraschungen – die Gründe sind vielfältig und machen keinen Unterschied zwischen Schreibtisch und Baustelle. Es geht also nicht um „ob“, sondern eher um „was, wenn?“ 

 

Also: Nimm deine Absicherung ernst, und lass uns darüber sprechen, wie du dich schützen kannst!

Was bedeutet eigentlich „berufsunfähig“? 

Berufsunfähig wirst du, wenn dich eine Krankheit, ein Unfall oder andere gesundheitliche Probleme daran hindern, mindestens 50 % deiner beruflichen Aufgaben zu erfüllen. Das kann körperlich sein, aber auch seelisch. Gerade psychische Belastungen, wie Depressionen oder Burnout, sind häufige Gründe für eine Berufsunfähigkeit. Sie sorgen dafür, dass man einfach nicht mehr in der Lage ist, seinen Job wie gewohnt auszuführen – weil die Kraft oder Konzentration fehlt oder man schlichtweg ausgebrannt ist.

Mythen über die Berufsunfähigkeit:

Es gibt jede Menge Missverständnisse rund um das Thema Berufsunfähigkeit und die passende Versicherung. Hier sind ein paar der häufigsten Mythen – und warum sie einfach nicht stimmen: 

„Ich arbeite in einem ungefährlichen Job, mir passiert schon nichts.“ 

Egal, ob du täglich vor dem Laptop hockst oder auf der Baustelle zupackst – die größten Risiken kommen oft nicht durch spektakuläre Unfälle, sondern durch alltägliche Belastungen. Rücken kaputt vom vielen Sitzen? Psychisch ausgelaugt durch Dauerstress? Da nehmen sich Büro und Baustelle gar nicht so viel. Es sind genau diese stillen Belastungen, die uns am Ende aus der Bahn werfen können. Also, nicht vom Job täuschen lassen – das Risiko, berufsunfähig zu werden, schleicht sich oft leiser an, als man denkt! 



„Der Staat hilft mir schon, wenn ich nicht mehr arbeiten kann.“ 


Leider springt der Staat im Falle einer Berufsunfähigkeit nur sehr begrenzt ein. Die Erwerbsminderungsrente gibt’s nämlich nur dann, wenn du in jedem Job – und das bedeutet wirklich jedem, nicht nur deinem aktuellen – weniger als drei Stunden täglich arbeiten kannst. Es reicht also nicht aus, wenn du deinen jetzigen Job nicht mehr machen kannst; du musst nachweisen, dass du auch keinen anderen, möglicherweise schlechter bezahlten, Job mehr ausüben kannst. Klingt nicht gerade nach einer einfachen Lösung, oder? Daher lieber auf Nummer sicher gehen und sich frühzeitig selbst absichern! 

„Die Versicherung zahlt sowieso nicht.“ 



Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. In Wahrheit zahlen rund 80 % der Berufsunfähigkeitsversicherungen im Ernstfall tatsächlich aus. Das Geheimnis liegt darin, bei der Antragstellung alle Gesundheitsfragen ehrlich und vollständig zu beantworten. Wenn da nichts verschwiegen wird, gibt’s später auch keinen Ärger bei der Auszahlung. Die Versicherungen sind nämlich nicht auf Ärger aus, sondern zahlen – sofern alles korrekt angegeben wurde – auch zuverlässig. 

 

Quelle: versicherungsbote.de

Häufige Ursachen für Berufsunfähigkeit:

Wann ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll? 


Die Frage, die du dir stellen darfst, lautet: „Kann ich ohne mein Einkommen meinen aktuellen Lebensstandard halten?“ 
Wenn die Antwort darauf „nein“ ist, dann solltest du ernsthaft über eine Berufsunfähigkeitsversicherung nachdenken. Es sei denn, du bist Millionär:in und hast genug Rücklagen, um dich im Fall der Fälle finanziell abzusichern. Aber für alle anderen ist die BU ein unverzichtbarer Schutz, der verhindert, dass finanzielle Sorgen das Leben noch zusätzlich erschweren, wenn man seinen Beruf plötzlich nicht mehr ausüben kann.

Worauf sollte man bei einer BU achten? 

Rentenhöhe

Die monatliche BU-Rente sollte so hoch sein, dass sie deine Lebenshaltungskosten deckt. Überlege dir genau, wie viel Geld du im Ernstfall benötigen würdest, um deinen Lebensstandard zu halten.  

Ein guter Richtwert sind etwa 80 % deines aktuellen Nettoeinkommens. 

Beitragsdynamik:

Um sicherzustellen, dass die Rente auch in Zukunft ausreichend ist (Stichwort: Inflation), sollte die Rente regelmäßig angepasst werden. Es ist sinnvoll, eine Dynamik von etwa 3 % pro Jahr zu wählen.

Nachversicherungs-optionen:  

Falls sich deine Lebenssituation ändert (z. B. Gehaltserhöhung, Heirat, Hausbau), sollte es möglich sein, die Versicherungssumme ohne erneute Gesundheitsprüfung zu erhöhen.

Laufzeit:  

Die Laufzeit der BU sollte idealerweise bis zum Eintritt in das Rentenalter (meist 67 Jahre) gehen. Ansonsten könntest du im höheren Alter, wenn das Risiko einer Berufsunfähigkeit steigt, ohne Schutz dastehen.

Verzicht auf abstrakte Verweisung: 

Achte darauf, dass deine Versicherung auf die sogenannte abstrakte Verweisung verzichtet. Das bedeutet, dass der Versicherer dich nicht auf einen anderen, theoretisch möglichen Job verweisen kann, der deiner Ausbildung entspricht, den du aber nicht ausüben möchtest.

Fazit:

Berufsunfähigkeit? Das kann jede:n treffen – egal, ob du im Büro sitzt oder draußen anpackst! 

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sorgt dafür, dass du im Ernstfall finanziell abgesichert bist und weiterhin deinen gewohnten Lebensstandard halten kannst. Besonders clever ist es, die BU frühzeitig abzuschließen – und dabei genau hinzuschauen, was im Vertrag steht. Denn wer sich auf den Staat verlässt, könnte am Ende mit leeren Händen dastehen. 

Ob jung oder alt, ob körperliche oder geistige Arbeit – eine BU macht für jede:n Sinn, der ohne sein Einkommen nicht auskommt. 

Die Frage, die du dir stellen darfst: 

„Kann ich ohne mein Einkommen meinen Lebensstandard halten?“ Wenn die Antwort „nein“ lautet, dann wird’s Zeit, sich abzusichern. 

 

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